Bündnis „Dresden für Demokratie“ - Mitmachen

Statements


„Eine wache Erinnerung motiviert. Nur so können die Schatten der Vergangenheit überwunden werden. Wie die Saat, so die Ernte. Der 13. Februar 1945 mahnt uns, liebe- und verantwortungsvoll unser Hier und Jetzt zu begreifen und in diesem Sinne mutig zu handeln – für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit in unserer Stadt!“

Dr. Lutz Vogel
Amtierender Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden


„Die Technische Universität Dresden ist eine weltoffene Universität in einer weltoffenen Stadt. Wir heißen Studierende, Wissenschaftler und Mitarbeiter aus aller Welt herzlich willkommen und möchten, dass sie sich hier in Dresden und an unserer Universität wohlfühlen. Wir können nicht zulassen, dass Extremismus das Bild von Dresden in der Welt bestimmt. Dies hätte zur Folge, dass sich Studierende und Gastwissenschaftler aus dem Ausland nicht mehr für unsere TU Dresden entscheiden würden.“

Prof. Hermann Kokenge, Rektor der TU Dresden


„Dresden zeigt Courage und lässt die Instrumentalisierung der Trauer durch die Nazis nicht zu. Die Demonstration Geh Denken ist ein wichtiges Zeichen. Wir wissen, wer die demokratischen Institutionen wie Freie Gewerkschaften zerschlagen hat. Wir wissen wer Menschen verfolgt und getötet hat und wir wissen wer Krieg und Verzweiflung über Europa brachte. Aus diesem Grund leisten wir den Nazis am 16. Februar und an jedem anderen Tag Widerstand!“

Annelie Buntenbach, Mitglied im Geschäftsführenden DGB Bundesvorstand


„Der Aufmarsch der Nazis anlässlich der Zerstörung Dresden am 13. Februar 1945 verlangt eine deutliche demokratische Gegenwehr. Die nationalsozialistische Terrorherrschaft war die Ursache für dieses Drama und das darf weder verleugnet noch totgeschwiegen werden. Die „neuen“ und alten Nazis dürfen keinen Platz in unserem Land haben.“

Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin, Sächsisches Staatsaministerium für Wissenschaft und Kunst



„Ich engagiere mich gegen die Rechten, weil ihre historischen Vorbilder menschliche Intoleranz zu unmenschlicher Grausamkeit steigerten und ein ganzes Volk in diese deutsche Tragödie hineinhetzten. Ihre Nachfolger, die heutigen Rechten, nutzen dieselben Mechanismen, indem sie Verunsicherungen in der Bevölkerung bedienen, um intolerante Ressentiments wachzurufen, die sonst im zivilisierten Umgang miteinander mehrheitlich bewältigt werden können. Das zeigt, wie wichtig es ist, für die Andersartigkeit anderer einzustehen, denn Tolaranz ist ein aktives Konzept, kein passives Dulden. Zu Hause in der warmen Stube für sich gegen die Rechten zu sein, reicht also nicht.“

Antje Hermenau, Vorsitzende der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag


„Vor 75 Jahren beseitigten die Nazis die Demokratie – die Zerstörung Dresdens war eine der Konsequenzen. Aus dem 13. Februar erwächst uns eine Verantwortung für Toleranz und Demokratie. Als Bürger dieser Stadt nehme ich es nicht hin, dass die neuen Nazis versuchen, das Gedenken zu missbrauchen.“

Johannes Lichdi, Dresdner Stadrat und Landtagsabgeordneter (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)



„Wir lassen den braunen Spuk nicht unwidersprochen durch unsere wunderschöne Stadt ziehen. Für uns Sozialdemokarten ist es eine historische Erfahrung und Verpflichtung den heutigen Nazis, den ewig gestrigen Altnazis und den braunen Ideologen offensiv entgegen zu treten. Dresden hat die Nazis satt.“

Mike Sturm, Rechtsanwalt, stellv. UB Vorsitzender SPD Dresden




„Nur ein Dresden, das Weltoffenheit und Demokratie vorlebt, wird seine Anziehungskraft als Kultur-, Wissenschafts- und Unternehmensstandort weiter entwickeln. Jede Anfeindung von Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Denkens oder ihres Aussehens schadet unserer Stadt. Aus der Geschichte meiner Eltern, die Nazizeit und Krieg erlebt haben, habe ich gelernt, dass wir die Erinnerungen an unsere Geschichte für die Zukunft wachhalten müssen.“

Eva Jähnigen, Fraktionsvorsitzende BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Dresdner Stadtrat


„Die Erinnerung an das Geschehene ist die Voraussetzung jeglichen Fortschritts. Keine Stadt setzt sich so lebendig mit ihrer dunkelsten Stunde auseinander wie Dresden. Damit verbinde ich die Hoffnung auf eine dauerhafte Abkehr von Intoleranz, Ausbeutung und Gewalt.“

Holk Freytag, Intendant Staatsschauspiel Dresden

 


„Ich bin sehr froh, dass wir Deutschen seit über 60 Jahren friedlich mit unseren Nachbarn zusammen leben. Das europäische Projekt ist ein Friedensprojekt und Geh Denken ein wichtiges Signal für Frieden und Versöhnung aus Dresden! „Dresden“ ist ein besonderes Mahnmal gegen den Nationalsozialismus, Rassismus und Rechtsextremismus. Der Rassismus in Deutschland war eine Ursache des deutschen Angriffskrieges. Als Europäerin und als überzeugte Demokratin ist es mir deshalb wichtig, dass jeder Versuch der rechtsextremen Geschichtsfälscher, den 13. Februar für ihre Zwecke zu missbrauchen, verhindert wird.“

Constanze Krehl, Mitglied des Europäischen Parlaments, SPD


„Nur wenige Kilometer entfernt von zwei Ländern gelegen, welche furchtbare Erfahrungen mit deutschem Größenwahn gemacht haben, trägt unsere Stadt eine besondere Verantwortung.
Es darf hier keinen Platz für zur Schau getragene Menschenverachtung und das Verdrehen historischer Tatsachen geben. Es muss das gemeinsame Anliegen der Dresdner Bürgerinnen und Bürger sowie aller demokratischen Institutionen sein, dass man mit Achtung und Vertrauen statt mit Beklemmung und Angst auf Dresden schaut.“

Katja Kipping, Dresdner MdB, Stellv. Bundesvorsitzende DIE LINKE

 

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